Burnout: Kosten und Lösungsansätze

In unserer globalisierten Weltwirtschaft steigt der Leistungswettbewerb, und damit die Be- und Überlastung der damit konfrontierten Menschen im Arbeitsprozess: Die Folgen von Stressbelastung zählen weltweit absolut zu den am dramatischsten anwachsenden Kostenbelastungen für Unternehmen.
Einer EU-Schätzung zufolge entstehen daraus rund 20 Milliarden Euro an Folgekosten für die Europäische Wirtschaft. Die österreichische Arbeiterkammer errechnet allein 2,2 Milliarden Euro an jährlichem Schaden für die österreichische Wirtschaft. Eine Studie kommt zu dem Schluss, dass auch hierzulande fast jeder fünfte (!) Befragte – weitgehend unabhängig von Alter und Geschlecht – zumindest burnoutgefährdet ist.

Datenerhebung mittels BGM

Aus der vieljährigen Erfahrung der Benefit gibt es innerhalb eines BGM Programms geeignete Verfahren, die es ermöglichen, Burnoutgefährung bei Mitarbeitern gezielt zu erheben und rechtzeitig geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten, bevor dem Unternehmen Kosten durch die Stressüberlastung von Mitarbeitern entstehen können.
Der Pharmakonzern Janssen-Cilag, eine Benefit-Kunde, hat von dem objektivierten Analyseverfahren profitiert. Die HR Leiterin des Konzerns, Mag. Bettina Schricker, beschreibt die Erfahrungen in ihrem Unternehmen:
„Die Wirkung der ersten Maßnahmen waren bereits nach wenigen Monaten in Form eines offeneren Umgangs mit dem Thema Belastung deutlich merkbar und sind damit als großer Erfolg zu bewerten. Dies war die primäre Intention des Unternehmens. Wir konnten punktgenau die am stärksten belasteten Mitarbeitergruppen und Abteilungen eruieren und ganz gezielte Maßnahmen ergreifen. Einiges hat sich mit Vermutungen gedeckt, manches war in der Deutlichkeit überraschend. In jedem Fall war es entscheidend, um im Top Management die Unterstützung der notwendigen Maßnahmen zu bekommen.“

AnalysephaseAnalysephase 1.) Von den Fakten zu gezielten Maßnahmen
Wesentlicher Benefit der Analysephase ist die Verschränkung objektiver Daten (medizinisch erhobene und anonymisierte personenbezogene Daten, Krankenstands-, Fluktuations- und Demographiedaten, Fehlzeiten und Mehr- und Überstunden) mit der subjektiven Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter (Rückmeldungen nach Mitarbeiterbefragung und individueller Datenerfassung während der medizinischen Datenerhebung).

Cluster nach FunktionCluster nach Funktion 2.) Objektive Belastung der Mitarbeiter
Cluster nach Funktion : Ähnlich der Analyse von Mitarbeiterbefragungen werden anonymisierte personenbezogene Belastungsparameter der Mitarbeiter - ab einer bestimmten Clustergröße - nach unterschiedlichen Kriterien dargestellt (nach Abteilung, Funktion, Firmenzugehörigkeit ...). Akuter Handlungsbedarf wird dadurch sichtbar.
Methodisch verwenden wir für das Screening der Mitarbeiter ein medizinisches EKG inklusive einer genauen Anamnese, wodurch es möglich ist, Akutstress von chronischer Belastung zu differenzieren. Im Zuge des Anamnesegesprächs werden, zusätzlich zu den individuellen Belastungen, die subjektiv erfahrenen Belastungen abgefragt und anonymisiert protokolliert. Die Ergebnisse dieser "individuellen" Befragungsdaten werden ebenfalls dargestellt und liefern wichtige Erkenntnisse über Mitarbeiterbelastung und -zufriedenheit.
Als medizinische Parameter verwenden wir die seit Jahren erpropten EKG-Kurzzeitparameter der Herzfrequenzvariabilität (und bei Bedarf die Langzeitparameter eines 24-Stunden-EKGs), die durch unzählige valide Studien bestätigt sind. Ein Vergleich mit medizinischen Normwerten liefert wichtige Aussagen über die individuelle- und die Unternehmensbelastung.

Vernetzung aller DatenVernetzung aller Daten 3.) Vernetzung objektiver mit subjektiven Daten
Durch die gemeinsame Darstellung subjektiver mit objektiven Daten werden im Spinnendiagramm Problemfelder deutlich sichtbar. Häufig können dadurch wichtige Veränderungsprozesse im Führungsverhalten durch das Erkennen der wechselseitigen Wahrnehmung von Führungskraft und Mitarbeiter ausgelöst werden. Ein weiterer wichtiger Effekt ist das Erkennen der Eigenverantwortung und Mitgestaltungsmöglichkeit der Mitarbeiter.
Ein gezieltes Vorgehen durch geeignete Maßnahmen und eine Evaluierung zur Darstellung der Wirksamkeit wird dadurch diese Maßnahme erst möglich.

Datenerhebung mittels "Gesundheitstag"

GesundheitstagGesundheitstag Mithilfe eines Gesundheitstags oder im Rahmen von themenrelevanten Seminaren und Workshops lässt sich auch in Betrieben, die kein BGM Programm installiert haben, eine objektive Datenerhebung durchführen:
Die Benefit bietet Führungskräftetrainings und Stress- und Burnoutprävention für spezielle Zielgruppen an. Alle gewonnenen Daten werden auch evaluiert mittels in 10-wöchigem Abstand durchgeführten Kontrolluntersuchungen.


Benefit GmbH|A-1020 Wien|Wehlistraße 150/2/IV|t +43-1-219 92 44|f +43-1-219 92 46|Mail: >office@benefit.cc