Der Kern der Sache und sein Öl

In den letzten 50 Jahren hat sich die Steiermark zum europäischen Zentrum der Ölkürbisse entwickelt.

Getrocknete und geröstete Kürbiskerne werden gerne als Knabberei verwendet, für Kürbiskernbrot oder zum Verfeinern von Speisen. Werden sie getrocknet, gemahlen, geröstet und anschließend gepresst, entsteht hochwertiges Kürbiskernöl: ein aromatisch nussiges, dunkelgrün gefärbtes und hochqualitatives Öl mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren (etwa 80 Prozent).

Sie sollten das Öl am besten nur kalt verwenden, sonst leidet die Fettqualität. Es sollte auch gut verschlossen aufbewahrt werden, am besten kühl und dunkel.
Kaufen Sie nur kleine Mengen, die Sie alsbald verbrauchen können!

Kürbiskernöl eignet sich besonders gut für Salate und zum Verfeinern von Suppen und Pürees.
Nicht nur in der Frucht, auch in den Kürbiskernen ist viel Kalium enthalten, das entwässernd und entgiftend wirkt. Der hohe Anteil an ungesättigten Fettsäuren senkt den Cholesterinspiegel und verringert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Kürbiskernen wird außerdem eine positive Wirkung bei Prostatabeschwerden nachgesagt.

Mit "Kernkraftöl" schmeckt sogar den Kindern der Salat und skeptischen Müttern mag verraten sein, dass sich ein Kernölfleck bei Sonnenlicht verflüchtigt. Allerdings sollte man ihn vorher nicht schon zu waschen versucht haben!

Rezept: Kürbis-Kichererbsen-Curry

Zutaten

 750 g Kürbis mit orangem Fruchtfleisch
 1 Stange Porree (200 g)
 500 g Kichererbsen aus der Dose, abgetropft
 1 Zwiebel
 2 Knoblauchzehen
 ein wahlnussgroßes Stück Ingwer
 2 EL Öl
 400 ml Kokosmilch
 Curry und Chili nach Geschmack
 1 - 2 EL Zitronensaft
 3 EL kurz geröstete Kürbiskerne
 1 Bund Schnittlauch
 Salz und Pfeffer

Zubereitung
Kürbis putzen und in kleine Würfel schneiden. Porree in zarte Ringe schneiden. Zwiebel, Knoblauch, und Ingwer schälen, fein hacken. In einer großen beschichteten Pfanne Öl erhitzen. Porree, Zwiebel und Kürbis anrösten. Danach Knoblauch, abgetropfte Kichererbsen, Kokosmilch und die Gewürze zugeben. Alles zusammen wenige Minuten dünsten lassen. Vor dem Servieren mit Schnittlauch und den Kürbiskernen bestreuen.
Das heizt ein an klammen Herbsttagen!
Tipp: Anstatt Kichererbsen passen auch Bohnen aller Art gut.

Saisonkalender: Was jetzt besonders gut schmeckt!

Alles was der Herbst hergibt, schmeckt jetzt besonders gut! Unsere Ernährungswissenschafterin Nicole Seiler empfiehlt:
Gemüse: Brokkoli, Chinakohl, Fenchel, Fisolen, Jungzwiebel, Karfiol, Karotten, Kartoffeln, Kohl, Kohlrabi, Kohlsprossen, Kürbis, Lauch, Meerrettich, Paprika, Pastinaken, Radieschen, Rettich, Rote Rüben, Rotkraut, Schwarzwurzeln, Stangensellerie, Topinambur, Zucchini, Zuckermais, Zwiebel.
Salate: Eisbergsalat, Endiviensalat, Kopfsalat, Lollo rossa, Vogerlsalat.
Obst: Äpfel, Birnen, Haselnüsse, Holunderbeeren, Maroni, Preiselbeeren, Quitten, Walnüsse, Weintrauben, Zwetschken.


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